Freitag, 5. August 2016

Der erlaubte Hass

Derzeit wird viel über Hate-Speech gesprochen, und was dagegen zu unternehmen sei. Dabei bilden sich zwei Parteien: Die Mächtigen, die etwa als Journalisten oder Ministerien auftreten, und kleine Blogger, die außerhalb der Filter-Bubble kaum wahrgenommen werden. So analysiert Schoppe etwa die Infantilität der Seite "No-Hate-Speech", die - man greift sich an den Kopf - mit Steuergeldern gefördert wird.

Dabei wissen die Eliten ganz genau, welche Gruppen schutzbedürftig sind und welche nicht. Männer bspw. dürfen nach Belieben angegriffen werden, das fällt nicht unter "Hate-Speech", wie Österreichs Grüne wissen. Denn Männer haben die Macht, und wer an der Macht ist, kann nicht beleidigt werden oder wird es zurecht.

Daphne Patai schreibt, dass die Männer die letzte Gruppe von Menschen sind, die in unserer Gesellschaft auf eine Weise niedergemacht werden, wie es bei keiner anderen Gruppe erlaubt ist. Beispiele hierzu finden sich zuhauf.

Fangen wir mit einer der prominentesten Feministinnen Deutschlands an: Alice Schwarzer. Diese sagt:
"Sie hat ihren Mann entwaffnet. (…) Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. (…) Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich!"
"Um 5:45 Uhr wird zurückgeschossen" lautet die Logik hinter dieser Gewaltverherrlichung, die eine Penis-Amputation rechtfertigen soll. Was hier bei der Täterin zutage tritt, ist der entschiedene Wille, brutalsmöglichst Rache zu nehmen, seinem Opfer größtmögliches Leid zuzufügen, worunter es ein Leben lang zu leiden hat. Alice Schwarzer und wohl jeder andere würden es verurteilen, wenn die Geschlechter getauscht wären und ein misshandelter Mann - der genauso häufig ist wie eine misshandelte Frau - seine Partnerin auf diese Weise verstümmelt hätte. Zumal die Täterin bei der Verhaftung angab, sie habe aus sexueller Frustration gehandelt: Ihr Mann habe immer einen Orgasmus gehabt, sie hingegen nicht. Die Opferkarte zog sie erst später. Auch blieben die Jubelrufe aus, als man diese Frau ein weiteres Mal verhaftete, weil sie gegen ihre Mutter gewalttätig wurde. Wäre es der Vater gewesen... ja dann hätten ihr Feministinnen schon längst ein Denkmal gesetzt.

Bleiben wir bei Verstümmlung. Stellen Sie sich folgendes vor: Eine Runde von Männer sitzt an einem Fernsehstammtisch und kommen dann auf eine vergewaltigte Frau zu sprechen, woraufhin die ganze Runde einschließlich des Publikums in heiteres Gelächter ausbricht. Das ist natürlich schwer vorstellbar, denn sowas ist in unserer Gesellschaft unmöglich. Mit einem Mann als Opfer, dem von seiner Frau der Penis abgeschnitten wird, geht sowas problemlos:


Auch die Gruppe "Femen" posiert gerne mit abgeschnittenen Genitalien von Männern:


Eine Männergruppe, die mit einem solchen Hass gegen Frauen agieren würde, dürfte nicht darauf hoffen, in Talkshows eingeladen zu werden oder völlig unkritische Interviews in Leitmedien halten zu dürfen, wo man ankündigt, dass das Blut der Frauen fließen werde, nein, sie müsste mit Strafverfolgung rechnen.

Für weitere Beispiele von Femofaschismus muss man noch nicht mal die von Alice Schwarzer geehrte Faschistin Valerie Solanas bemühen, es gibt noch weitere. Wie zum Beispiel Mary Daly, die Männer mit einer Seuche gleichsetzte und ihre nahezu totale Ausrottung forderte. Nicht als eine Seuche, mehr als eine "Krankheit" hingegen sieht das Leitmedium Spiegel das männliche Geschlecht, und muss ebenfalls nicht fürchten, in irgendeiner Weise als "Hater" wahrgenommen zu werden.

Diese Lektionen, dass man Männer hassen darf, ja sollte, versteht auch schon die nächste, heranwachsende Generation. Hier wird ein Mann erschossen und anschließend ein Freudentanz aufgeführt. Der Mann sitzt friedlich da und tut niemanden was. Allein: Er ist weiß und männlich und das rechtfertigt seine Ermordung:




Dies sind radikale Formen des Männerhasses, es geht auch subtiler. Dazu merkte bereits Doris Lessing an, dass die gedankenlose Abwertung in unserer Gesellschaft so verbreitet sei, dass sie kaum noch auffiele. Ein Beispiel hierzu wäre die Formel "Unter den Opfern befanden sich auch Frauen und Kinder". Diese transportiert die Botschaft, dass der Tod von erwachsenen Männern nicht so tragisch sei, und kaum jemanden fällt diese Männerfeindlichkeit auf, in welcher der Mann das entsorgbare Geschlecht ist. Wer einmal sensibilisiert ist, dem begegnet Männerabwertung tagtäglich.

Der Hass gegen Männer hat eine ganz andere Qualität als der gegen Frauen: Er ist salonfähig. Der eine Hass geht von anonymen Pöblern im Internet aus, der andere findet sich in Büchern, Zeitungen, in der Politik, bei prominenten Personen und in Talk-Shows. Der Frauenfeind geht in den Knast, die Männerhasserin erhält das Bundesverdienstkreuz und ihr Projekt wird mit Steuergeldern gefördert. Das wusste bereits vor zwei Jahrzehnten Meike Winnemuth: "Frauenfeindlichkeit endet vor Gericht, Männerfeindlichkeit auf einem Autoaufkleber".

Liebe gilt allgemein als Gegenmittel gegen den Hass, deswegen will ich mit diesem Bild schließen, das zeigt, dass es auch anders geht:


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